Wirkfaktoren oder die Gruppe wirkt und wir wissen nicht so genau warum

Der anerkannte Psychotherapieforscher Volker Tschutschke  listet acht Wirkfaktoren für therapeutische Gruppen auf (2008).
In alphabetischer Reihenfolge:
- Altruismus: Die Erfahrung des eigenen Wertes mittels Engagement und Hilfestellungen.
- Feedback: Rückmeldungen von Andern, wie sie das jeweilige Gruppenmitglied erleben.
- Identifikatorische Prozesse: Wie es Andere machen, wie Andere mit Konflikten umgehen.
- Katharsis: Zugang zu den verdrängten Gefühle ermöglichen
- Kohäsion: Die Erfahrung des Gruppenzusammenhaltes, der Gruppenzugehörigkeit.
- Selbstöffnung: Von sich sprechen und sich einbringen ist in Gruppen oft schwierig, jedoch     unverzichtbar.
- Verhaltensänderungen: Ausprobieren neuer Verhaltensweisen im geschützten Rahmen der Gruppe.
- Wiederbelebung der Primärfamilie: frühe familiäre Beziehungserfahrungen, die meist nicht bewusst sind, werden auf die Gruppe übertragen und können so bewusst und bearbeitet werden.

Zur Wirksamkeit der analytischen Gruppentherapie gibt es viele gesicherte Befunde, obwohl die individuellen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich allerdings nur begrenzt empirisch erfassen lassen. Meine eigene langjährige Erfahrung als Gruppenleiterin und Teilnehmerin bestätigt, dass die analytische Gruppentherapie ein wirksames, kostengünstiges und effizientes therapeutisches Instrument ist.